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Konservative Leistungen/Sportmedizin

Die konservative Orthopädie befasst sich mit der nicht-operativen Therapie von Gelenksverletzungen und Abnützungen.

Sportverletzungen sowie Überlastungen, die ohne Therapie zu hartnäckigen und anhaltenden Beschwerden führen, können mit modernen Verfahren gut behandelt werden, wodurch die Belastbarkeit der Gelenke wieder gesteigert wird.

Häufig sind der Tennis- oder Golferellenbogen, das „runner`s – oder jumper`s knee“ – Sehnenentzündungen rund um das Kniegelenk, oder die sog. Kalkschulter – eine Kalkeinlagerung im Sehnengewebe der Schulter. Aber auch der Fersensporn und der Trochanter-Hüftschmerz lässt sich konservativ sehr gut behandeln.

Im Folgenden werden einige im OrthoZentrum Döbling verfügbare Therapien aufgelistet, die bei typischen Sportverletzungen und Gelenkabnützungen eingesetzt werden.

  • Physiotherapie – stärkt die Muskulatur und verbessert die Gelenkfunktion.
  • Stosswellentherapie – eine physikalische Therapieform, die durch spezifische Druckwellen degenerative Veränderung im Bereich der Sehnen oder auch Knochenmarködeme heilen kann. Durch die Stosswellentherapie wird die Durchblutung gefördert und das Gewebe zur Regeneration angeregt. Weiters wirkt die Therapie in der Folge auch schmerzlindernd.
  • Magnetfeldtherapie – durch ein hochenergetisches Magnetfeld kann die Regeneration von Überlastungsbeschwerden und Knochenmarködemen beschleunigt werden. Auch der postoperative Heilungsverlauf wird durch diese völlig schmerzfreie Therapie günstig beeinflusst.
  • Alter-G Anti-Schwerkraft Laufband – dieses spezielle Laufband mit NASA-Technologie kommt auch im Profisport und an internationalen Kniekliniken zum Einsatz. Da das Körpergewicht auf bis zu 20% reduziert werden kann, ist eine früh-funktionelle Nachbehandlung und auch rasche physiologische Gangschulung ohne Krücken nach Knieoperation möglich.
  • PRP/ACP/Eigenblutherapie/Hyaluron – Die mittlerweile etablierte Injektionstherapie mit plättchenreichem Eigenplasma (=PRP) unterstützt die Abheilung nach Verletzungen und kann Symptome und Progredienz von Gelenksabnützungen lindern und verzögern. Meistens ist eine 3- 5malige Behandlung nötig. Bei Arthrose wird die PRP-Therapie in der Regel mit Hyaluron-Injektionen kombiniert, da der Therapieeffekt durch die Kombinationstherapie verbessert werden kann.
  • Autologe Stammzellentherapie
    Die Stammzellentherapie nutzt meist aus dem Knochenmark, Fettgewebe oder auch peripherem Blut gewonnene mesenchymale Stammzellen, die direkt in das geschädigte Gelenk injiziert werden. Stammzellen sind sog. Vorläuferzellen mit einem hohen Gehalt an Wachstumsfaktoren und Zytokinen (Botenstoffe), die regenerative Prozesse anregen.
    Ziel ist es, Entzündungen zu reduzieren, Knorpelstrukturen zu stabilisieren und Schmerzen zu lindern. Studien zeigen, dass viele Patient:innen mit Arthrose oder Knorpeldefekten eine relevante Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung erreichen können, besonders im frühen bis mittleren Erkrankungsstadium.
    Allerdings ist die Evidenz noch heterogen:
    Unterschiede in Zellgewinnung, Aufbereitung, Dosierung/Häufigkeit und Kombinationsverfahren (z.B. mit PRP) erschweren klare Aussagen.
    Leitlinien bewerten die Methode daher meist als vielversprechend, aber noch ohne Langzeitaussage. Sie werden als Patient:in daher von uns über die aktuelle Datenlage, mögliche Kosten und alternative etablierte Therapien (PRP, Hyaluroninjektionen, etc.) umfassend informiert.
    Die Anwendung erfolgt derzeit bei aktivierter Arthrose und auch nach Verletzungen des Kniegelenks (z.B. periphere Meniskusrisse, Partialrupturen von Kreuzbändern und Seitenbändern). Gerne informieren wir im Rahmen Ihres Besuches in der Ordination.