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Kreuzbandriss

Hohe OP-Fallzahl, internationale Ausbildung und wissenschaftliches Engagement - Dr. Brandl ist ihr Ansprechpartner, wenn es um Operation, Rehabilitation und Rückkehr zum Sport (return-to-sport) bei der vorderen Kreuzbandruptur geht:

Ursache eines Kreuzbandrisses

Ein vorderer Kreuzbandriss entsteht meist durch ein Verdrehtrauma des Kniegelenks, oft bei fixiertem Fuß und Rotation – ein typisches Muster im Fußball oder Skifahren. Auch schnelle Stopps, Sprünge oder scheinbar „banale“ Verdrehungen können zum Riss führen. Häufig bestehen zusätzliche Meniskusverletzungen oder sie entwickeln sich später durch die Instabilität. Daher wird in vielen Fällen eine operative Versorgung empfohlen.

Symptome und Verlauf

Bei der Verletzung wird oft ein Schnappen oder Reißen wahrgenommen (nicht immer!), gefolgt von Instabilität oder Wegknicken. Es entwickelt sich meist eine deutliche Schwellung mit Bewegungseinschränkung. Nach Abklingen der Akutsymptome bessern sich Schmerzen und Beweglichkeit zwar, doch die eigentliche Problematik ist die langfristige Instabilität. Diese kann zu erneuten Subluxationen und weiteren Schäden am Meniskus oder Knorpel führen. Deshalb ist eine objektive fachärztliche Überprüfung – idealerweise durch einen erfahrenen Kniespezialisten wie Dr. Georg Brandl – unerlässlich.

Konservative Therapie – ist das möglich?

In einzelnen Fällen kann eine nicht-operative Behandlung erfolgreich sein, etwa wenn das Band günstig verheilt und kaum Instabilität verbleibt. Zwingend notwendig sind dann intensive Physiotherapie, regelmäßige ärztliche Kontrolle und unterstützende Maßnahmen wie PRP- oder auch Stammzelleninjektionen. Dennoch bleibt häufig eine Restinstabilität bestehen, die langfristig Meniskusschäden begünstigt. Bei jungen oder sportlich aktiven Patient:innen oder bei kombiniertenVerletzungen wird daher meist klar zur Operation geraten. Auch bei älteren, aktiven Personen bieten moderne minimal-invasive Techniken ausgezeichnete Ergebnisse und erhalten die Funktion des Kniegelenks.

Operative Behandlungsmöglichkeiten

Dr. Georg Brandl ist auf Kreuzbandchirurgie spezialisiert und beherrscht das gesamte Spektrum moderner arthroskopischer Techniken:

 

1. Kreuzbandnaht / Refixation mit Internal Brace

Bei frischen Abrissen nahe des Ansatzes kann das Band arthroskopisch refixiert und mithilfe eines „internal brace“ geschient werden. Diese minimal-invasive Methode erhält das eigene Kreuzband und ist für geeignete Patient:innen eine gute Option.

2. Kreuzbandrekonstruktion mit körpereigener Sehne

In den meisten Fällen wird das Kreuzband durch eine eigene Sehne ersetzt. Geeignete Transplantate sind:

  • Patellarsehne (BTB) – der langjährige Goldstandard besonders für Leistungssportler. Dr. Brandl hat hierfür die innovative BOB(bone-on-bone)-Technik entwickelt, die durch optimalen Knochenkontakt und Wiederauffüllen der Entnahmestellen eine besonders rasche Einheilung mit hervorragender Stabilität, bei gleichzeitig verringertem Entnahmeschmerz bietet. Die Patellasehne ist das Transplantat mit den längsten Erfahrungswerten und geringsten Rerupturraten.
  • Hamstring-Sehnen (Semitendinosussehne) – schonende Entnahme, minimal-invasive Technik ohne komplette „Knochenkanäle“  (sog. „all-inside“-Technik) und ohne Schrauben; auch bei Jugendlichen einsetzbar. Auch hier gibt es bereits sehr gute Langzeit-Erfahrungswerte.
  • Quadrizepssehne – Gute Stabilität bei sehr geringer Entnahmemorbidität (=Schmerzen an der Entnahmestelle). Dr. Brandl nutzt diese moderne Technik häufig, mit hervorragenden Ergebnissen. Da der Kreuzbandersatz mit einem Teil der Quadrizepssehne allerdings erst in den letzten Jahren verstärkt angewendet wird, sind hierzu nur wenig Langzeitergebnisse (>10 Jahre) vorhanden.

3. Spendersehnen (Allografts)

Allografts eignen sich besonders für Revisionen oder weniger sportlich aktive Patient:innen. Sie ermöglichen eine schonende Operation, heilen aber etwas langsamer ein; daher bei jungen Athleten weniger empfohlen. Wird meist bei Kombinationsverletzungen verwendet (z.B. mit Innen-, oder Aussenbandrekonstruktion), oder auch beim Ersatz des hinteren Kreuzbandes.

Spezielle Situation: Kinder und Jugendliche

Bei jungen Sportler:innen kommt es zunehmend zu Kreuzbandrissen. Da instabile Knie im Jugendalter schwere Folgeschäden verursachen können, sind moderne, wachstumsfugenschonende Verfahren entscheidend. Dr. Brandl führt diese hochspezialisierten Techniken regelmäßig durch.

Individueller Kreuzbandersatz

Dr. Brandl legt großen Wert auf ein maßgeschneidertes Behandlungskonzept. Faktoren wie Alter, Sportart, Meniskussituation und Beinachse (sog. tibialer Slope) werden berücksichtigt, um das ideale Transplantat und die optimale Technik auszuwählen. So kann das Risiko einer erneuten Verletzung minimiert und eine schnelle und vorallem sichere Rückkehr zum Sport ermöglicht werden.

Mögliche Langzeitfolgen

Ein unbehandelter Kreuzbandriss führt durch mechanische Instabilität zu einer Überbelastung von Innenband, Meniskus und Knorpel. Häufig treten sekundäre Meniskusrisse und langfristig Arthrose auf. Auch nach erfolgreicher Therapie besteht ein gering erhöhtes Arthroserisiko, das jedoch durch moderne Operationstechniken und frühzeitige Meniskusrekonstruktionen deutlich reduziert werden kann.

Unser Spezialist für Kreuzbandrisse

Dr Georg Brandl

Dr. Georg Brandl, Facharzt für Orthopädie, orthopädische Chirurgie und Traumatologie

Gründer und Leiter OZD - OrthoZentrum Döbling

Kniespezialist und Kreuzbandspezialist

Sportorthopädie

+43 660 9137181 

office@ozd.wien

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