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Arthrose /Gelenksersatz/Endoprothese

Bei stärkeren und großflächigen Abnützungen des Kniegelenks sind gelenkserhaltende Operationen meist nicht mehr möglich.

Sollten konservative Maßnahmen wie Physiotherapie, physikalische Therapien (z.B. Stoßwellentherapie, Magnetfeldtherapie) oder die sog. orthobiologische Therapie (PRP/Eigenblut, Stammzelleninjektionen, Hyaluron-Injektionen) keine ausreichende Beschwerdebesserung bringen, ist es erforderlich das Kniegelenk teilweise zu ersetzen (Teilendoprothese) oder die Oberfläche vollständig zu erneuern.

 

Gelenkersatz/Oberflächenersatz/Teilersatz

Ein sog. Halbschlitten (med.: unikonylärer Gelenkersatz) entspricht einem Teilersatz des Kniegelenks. Der Teilersatz kann entweder bei isolierte medialer (innerer) oder lateraler (äußerer)Arthrose, oder bei Arthrose, die nur das Kniescheibengelenk (patellofemoraler Gleitflächenersatz) betrifft, angewendet werden. Voraussetzung ist eine nicht zu stark fortgeschrittene Abnützung in eben nur einer Region des Kniegelenks. Der Vorteil liegt im Erhalt möglichst vieler „Original“-Strukturen des Kniegelenks (Kreuzbänder, Hoffa-Fettkörper, Außen-oder Innenmeniskus), wodurch die Funktion des Kniegelenks wesentlich natürlicher ist und die Rehabilitation kürzer.

Bei stärker ausgeprägter Abnützung (auch als Folge von älteren Verletzungen, sog. „posttraumatische Gonarthrose“) wird die MyKnee®- Methode angewendet. Diese Operationstechnik wird beim Oberflächenersatz des Kniegelenks angewendet. Auf der Basis einer zuvor durchgeführten Computertomographie wird ein 3D-Modell des Kniegelenks erstellt und durch individuelle Schnittschablonen aus dem 3D Drucker wird ein exaktes und sicheres Einsetzen des Implantates, entsprechend den individuellen anatomischen Gegebenheiten, ermöglicht. Dabei wird die Oberfläche durch eine Metall-Legierung ersetzt, als Knorpel- und Meniskusersatz fungiert ein spezielles Inlay aus Hartkunststoff. Ein weiterer Vorteil dieser Technik ist die verkürzte Operationszeit, da die erforderlichen Vermessungsschritte bzw. die exakte Größenbestimmung bereits im Vorhinein erfolgen. Dabei kann die Oberfläche des Kniegelenks genau entsprechend seiner ursprünglichen Anatomie und Kinematik (sog. kinematisches Alignment) erneuert werden und der Patient wieder Schmerzfreiheit erlangen. Dank dieser modernen Techniken, zu der auch die Roboterchirurgie zählt, kann in den meisten Fällen wieder eine volle Funktionalität des Kniegelenks erreicht werden.

My Knee